Sonntag, 17. Juli 2016

Jetzt verzettelt sich Erdogan. Der Putsch wurde von Erdogan selbst angestossen! Der Tote Erol Olcak verrät ihn.


Der Verdacht erhärtet sich – der Putsch wurde von seinen eigenen Leuten auf den Weg gebracht weil er wusste, dass seine Feinde auf den fahrenden Zug aufspringen würden und er diese dann völlig legitim in einem einzigen Streich beseitigen könnte.
Erdogan hat an der Beisetzung von Opfern in der Fatih-Moschee teilgenommen. Gleichzeitig verdächtigt man Erdogan in von ihm unabhängigen Medien bereits, selber Drahtzieher am Putsch gewesen zu sein.
Was liegt nun näher, als auf die Beerdigung eines vermeintlichen Freundes zu gehen, sich mit Tränen in den Augen fotografieren zu lassen? Kein Mensch würde ja glauben, er hätte selber einen Putsch inszeniert und dann damit eigene nahestehende Freunde in Gefahr gebracht. Herr Olcak könnte ein Bauernopfer gewesen sein. Dieser Erol Olcak jedenfalls ist irgendwie „nicht echt“. Angeblich hätte er Erdogan im Wahlkampf 2014 unterstützt. In Erdogan Medien heisst es: „Der bekannte Werbemanager Olcak hatte mit dem Präsidenten und der regierenden AKP-Partei zusammengearbeitet. Türkische Medien bezeichneten ihn als Chefplaner des Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2014“.
Vielleicht hat er das auch, und ist dann in den Verdacht geraten, einen Sturz von Erdogan geplant zu haben?
Jedenfalls ist er irgendwie nicht echt!!! Aber nun ist er tot.
Denn die Seiten von Herrn Erol Olcak in den sozialen Medien sind scheinbar erst sehr kurzfristig erstellt worden – wenn Herr Erol Olcak ein Marketing Profi gewesen wäre, hätte dieser SICHER NICHT so einfache Seiten als Lebenslauf ins Netz gestellt. (http://erololcak.brandyourself.com/). Die Erstellung einer solchen banalen per Knopfdruck erstellten Seite mit vorgefertigten Templates benötigt genau 5 Minuten und wäre in dieser Form äusserst Imageschädigend für seine Firma gewesen! Das weiss ich, denn ich kenne mich mit diesen Medien aus.
In Twitter - ein Pflichtprogramm für PR Leute - ist er mit einem einzigen (+) Tweet und nur einem "ich folge" völlig unbekannt. Interessant wäre herauszufinden, ob seine angeblichen 747 Followers dort wirklich echt sind, oder ob diese von Erdogans Marketingagentur "hinzugekauft" wurden (sehr üblich in der Branche), und tatsächlich nicht echt sind.
Auch in LinkedIn, einem Pflichtnetzwerk für Marketing Schaffende, hatte dieser Erol Olcak genau 0 (Null!) Kontakte!! Das heisst, die Seite wurde womöglich erst vor kurzem erstellt – vielleicht von den Medienprofis des Herrn Erdogan.
Und noch etwas:
Wie es um die Machtverhältnisse in der Türkei stand, war nämlich völlig unklar, als die Moderatorin des TV-Senders CNN Türk in der Nacht zu Samstag ihr Smartphone in die Kameras hielt. Darauf war der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zu sehen, der via Videoanruf eine Nachricht an sein Volk schicken wollte. Nicht anders hat es Adolf Hitler gemacht, der damals per Telefon in der Machtzentrale Berlins anrief und damit den Beweis erbrachte, er sei nicht von Stauffenberg ermordet worden. In dem Zeitpunkt, damals wie heute, springen die Mitläufer eines Putsches ab.
Komisch auch, dass bereits zu jenem Zeitpunkt, als niemand wusste, ob das Militär nun wirklich die Macht im Land übernommen hatte, für Erdogan die Hintermänner des Putsches bereits feststanden. Der Präsident beschuldigte seinen ärgsten Feind: Die Bewegung um den Prediger Fethullah Gülen in den USA. Und die USA ist im Volksmund ja sowieso oft pauschal „der Böse“.
Seit Samstag jedenfalls hat die Jagd auf die vermeintlichen Drahtzieher des letztlich erfolglosen Staatsstreichs begonnen. Tausende Soldaten, vermeintliche "Gülenisten", wurden verhaftet, außerdem fast 3.000 Richter entlassen. Seltsam auch, dass Gülen selbst den Putschversuch prompt verurteilt hatte.
Jedenfalls habe ich die Seiten im Internet hier als Fotos gesichert, falls Erdogan die Seiten demnächst sperren lassen wird. Was er sicher versuchen wird.
Am Abend forderte Erdogan die USA auf, den Geistlichen auszuliefern. AKP-Gegner – auch Gülen – wittern eine großangelegte Verschwörungsaktion, einen inszenierten Putsch, damit Erdogan seine Gegner in Reihen der Streitkräfte beseitigen könne.
Die Welt muss das jetzt untersuchen - um die vielen Tausende, die auf Erdogans Abschussliste stehenden Gegner zu retten, bevor es zu spät ist. Regimegegnern muss die Welt Asyl geben, bis die Sache geklärt ist.