Mittwoch, 18. Februar 2015

Ein Zeitsprung - was wurde aus meiner Ankündigung vom März 2014, Putin stelle eine Drohung dar?

Mit grosser Traurigkeit finde ich wieder zu meinem Blog zurück. Und lese meinen letzten Beitrag. Fast alles vor dem ich gewarnt hatte, ist eingetreten. Wir grauen Blogger müssen schreiben!! Genauso wie Charlie Hebdo mit der Feder viele Millionen Muslime zum Nachdenken gebracht hat, müssen wir die Exilrussen und diejenigen der Intelligencia, die nicht im engsten Machtkreis Putins sind und noch im Land Russland verblieben sind, zum Überdenken Ihrer Haltung auffordern! Zu meinem Artikel vom 25.3.2015 "Russland als Bedrohung..." Nun ist es fast ein Jahr her - und ich bin erschüttert wie weit es der Machthaber Russlands und seiner Satellitenstaaten im Bösen gebracht hat. Aber Schritt für Schritt: Die Propaganda Abteilungen Moskaus haben ganze Arbeit geleistet: Der Ukrainer ist nicht mehr nur ein Untermensch für die Russen sondern mittlerweile eine angebliche Bedrohung russischer Kultur und Werte in der ganzen Welt Mehr dazu hier http://de.euromaidanpress.com.

Jeder einzelne Bürger, der es in Russland wagt, eine "andere Meinung" zu haben, wird mittlerweile wieder bedroht - von Glasnost und Perestroika ist keine Spur mehr zu finden.

Ich hatte Parallelen zu Hitler gezogen (Annexion deutschstämmiger Gebiete, "Schutz" deutscher Minderheiten und andere vorgeschobene und im Sinne der Propaganda erfundene Behauptungen). Das ist genau die Masche die immer und immer wieder erzählt wird.
Russisches Fernsehen - mittlerweile werden Millionen ausgegeben um kommunistische West- und Putinsche Sender zu gründen. Der Fernseher wird auf Russisch mittlerweile umgangssprachlich "Zombiekiste" genannt!
Ich hatte Recht mit der Befürchtung, Putler, bzw. Putin würde sich seine Freunde nun auch bei unzufriedenen Staaten im Westen suchen. Griechenland, Ungarn, Ägypten, der Mann ist ja nur noch im Flugzeug unterwegs und sucht seine Achsenmächte zusammen.

Aber jetzt kommt es: Ich sagte
"Putin wird schon bald seine während des Kommunismus russisch besiedelten Länder wie Ost-Ukraine, Nordkasachstan und Transnistrien "befreien" wollen".
Genau das ist eingetreten. Und unsere friedensliebenden Regierungschefs Merkel und Hollande kriechen vor Putin zu Boden. Nichts anderes hat Chamberlain in München getan. Und die Folge war, dass er keine Option mehr hatte, als Polen bei Überfall die unmittelbare kriegerische Hilfe im Falle eines Überfalls zuzusagen - und so kam, was kommen musste. Hätte man rechtzeitig den bedrohten Staaten Waffenhilfe zugesagt und eine effektive Verteidigung umgesetzt, behaupte ich, es wäre nicht zum zweiten Weltkrieg gekommen!
Einen Geheimdienstmann an der Spitze eines totalitären Regimes kann man nur mit Gewalt begegnen. Die Ukraine braucht ebenbürtige Waffen und westliches KnowHow in der Landesverteidigung.

Übrigens: Ich fragte damals auch, was mit Nawalny ist, dem Einzigen "bekannten" Regimekritiker im Land wäre? Er ist nach wie vor in Haft und nun gestern endgültig für 3 Jahre rechtskräftig eingesperrt worden.

Und ich schliesse mit einer erstaunlichen Parallele zu meinem letzten Artikel: Damals sagte ich:
"Ach ja, was können wir persönlich konkret für die Ukraine machen? Fahren wir statt (nach Sotchi) im Winter in die Karpaten ins Skigebiet Bukovel (ukrainisch Буковель) oder im Sommer dann nach Odessa ans Meer. Ich hoffe ich muss das nicht wieder wie bei der Krim und danach schon wieder bei meiner Vorahnung über die Ostukraine korrigieren...
Der Autor ist Schweizer und mit mir befreundet. Ich schätze mittlerweile nicht nur seine Meinung, sondern teile diese.