Montag, 16. Juli 2012

Herr Blatter, der Nächste bitte!

Herr Blatter, der Fussball ist uns zu wichtig, als dass wir es uns erlauben könnten, Sie weiterhin zu beschäftigen. Sie haben viele Jahre fleissig für den Fussball gearbeitet und sollten sich Ihre Ergebnisse jetzt nicht kaputt schwatzen lassen. Ihnen wurden regelmässig vorgeworfen, falsche finanzielle Entscheidungen getroffen zu haben, sei es im Marketing oder in der Bewirtschaftung der FIFA Besitztümer. Ihre engsten Freunde im Geschäft wurden aufgrund Bestechung verurteilt, Sie haben interne Untersuchungen vieler Vorgänge durch Ihr eigenes Veto verhindert. Sie haben Kritiker an Ihrer Person entlassen. Sie machen bewusst zweideutige Erklärungen um Meinungen zu beeinflussen - und nun finden wir, dass es an der Zeit ist, dass im Fussballmanagement und der FIFA wieder Ruhe einkehrt und Sie Ihren Ruhestand geniessen können!

Mittwoch, 28. März 2012

Sind Sie auch ein Ausländer?

Als Schweizer oute ich mich gleich - ich mag den Fussballverein Bayern München (oje). Und so machte ich mich auf zu meinem deutschen Nachbarn, dem Ausländer, der ebenfalls hier ab und zu bloggt und somit zu den grauen Bloggern gehört. Die Idee: Wir schauen Bayern gegen Marseille live im TV. Kaum war das Bier auf, war die Enttäuschung gross. SAT 1 wird eben in der Schweiz als helvetische Lösung ausgestrahlt. Und da gäb es ja kein Interesse die Bayern zu zeigen nachdem diese Basel aus dem Wettbewerb geschossen hatten. Ebenfalls das staatliche schweizer Fernsehen. Man zeige lieber Barcelona, obwohl dieses auch auf anderen Sendern bereits gezeigt werde. OK. Bleibt das Internet - wir sind ja internetaffine Pensionäre. Keine Chance! Nach einigen Minuten nerviger Werbung die ja üblich durch Toilettenbesuch und Ähnliches überbrückt werden immer nur das Zeichen "Loading". Nach 20 Minuten liest man dann im Kleingedruckten auf der Sat 1 Seite "Für ran-User aus der Schweiz steht dieser Service leider nicht zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis." Grrr. Nie wieder - es reicht.

Mein Nachbar tat mir Leid. Er wollte mir einen Gefallen machen und ich konnte den Abend noch retten - durch eine Partie Schach. Offline. Ein wahrlich internationales Spiel.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Zu wessen Gunsten verzichten wir eigentlich auf unseren Gewinn?

Es ist schon merkwürdig – man liest in den Zeitungen wie grosse Firmen heute im auslaufenden und angeblich so schwierigen Jahr 2011 zweistellige Prozent Gewinn gemacht haben. Gleichzeitig verzinst mir meine Bank mein Guthaben zu 0,5% und meine Pensionskasse zahlt mir knapp 1%.

Während die Aktionäre langfristig nur ihre Dividenden versteuern und die Kursgewinne als Ergebnis der Firmengewinne steuerfrei vereinnahmen, muss ich als angehender Pensionär Jahr für Jahr meine Zinsen mit meinem persönlichen Grenzsteuersatz versteuern. Dazu kommt noch der Zinsverlust, da mir die Steuerbehörde 35% Verrechnungssteuer schon lange vor Veranlagung abgezogen hat. Und meine Rente aus diesem lächerlichen Gewinnwachstum soll ich dann später zu 100% als Einkommen besteuern.

Nun frage ich mich, wer erhält eigentlich Jahr für Jahr die Differenz zwischen diesen 1% und 10%?

Bei CHF 500.000 Pensionskassenvermögen macht das über 20 Jahre (wenn ich also 85 werden sollte) mal so lockereinen entgangenen Gewinn von knapp 2.7 Millionen Franken aus (ohne Verzehr meines Guthaben statt 3.363.750 nur 610.095). Die Differenz ist im Wesentlichen der Zinsgewinn der an dieser Pension beteiligten Banken. Da lasse ich mein Pensionskapital lieber auszahlen und treffe mich mit meinem Vermögensverwalter. Er hat Zugang zu Fund of Funds
oder Research über alternative Anlagen. Sie glauben alternative Anlagen sind nicht liquide und es mangele an der Aufsicht? Weit gefehlt. In der Datenbank http://www.ucitsfunds.eu/ findet mein Vermögensverwalter auch die Anlagen, die wenig mit den Kapitalmärkten korrelieren und dabei täglich handelbar sind und im Rahmen weitestgehender europäischer Gesetze und Aufsicht stehen.