
Mittwoch, 28. Juli 2010
Klassischer Gesang – ein Luxus den man nur noch in der Oper hört?

Dienstag, 27. Juli 2010
Fondssparpläne im Alter – worauf achten?
Mal ein Thema, was uns eigentlich alle interessiert. Macht es noch Sinn nach Pensionierung mit kleinen Summen regelmäßig zu sparen? Auf jeden Fall! Ich weiss nicht wie Sie planen, aber ich habe noch Pläne für einige Jahrzehnte. Leider gibt es für regelmässiges Sparen aber zu wenig Alternativen:
- Wenig attraktiv dürfte die gemischte Lebensversicherung sein – schliesslich ist das von den Versicherern kalkulierte Ablebe-Risiko teuer zu bezahlen. Was kann ich dafür, dass ich nun einmal gesünder leben als viele gleichaltrige Menschen? Von meiner monatlichen Einzahlung wird im Einzelfall nur die Hälfte auch wirklich angelegt - und die Versicherung sagt mir noch nicht einmal wieviel genau es sind.
- Die Einzahlung in eine Rentenversicherung geht in monatlichen Raten oft nur bis zum Alter 65, danach allenfalls in Form einer einmaligen Einzahlung. Diese hilft mir dann zwar meine monatliche Rente aufzubessern, aber nimmt mir die Flexibilität wenn es darum geht, einmal einen grössere finanziellen Wunsch zu verwirklichen. Auch meine Erben gehen hier leer aus. Und schliesslich habe ich ja auch meine gesetzliche und private Rente schon.
- Der Banksparplan schliesslich ist auch keine gute Alternative – bei den kleinen Zinssätzen gewinnt doch nur die Bank, die mein Geld schliesslich zu sehr viel höheren Zinsen wieder Anderen in Form von Krediten abgibt.
Bleibt also die Anlage in Fonds, die je nach Ausrichtung zweistellige Renditen, oder, wenn ich für mehr Sicherheit auf einen guten Ertrag verzichten will, auch einstellige Renditen ohne grosse Schwankungen schaffen können. Nur: Mit Fonds setze ich mich der Entwicklung der Märkte und deren Risiken aus. Was das insbesondere bei Aktienfonds heißt, dürfte die Finanzkrise klar vor Augen geführt haben. Je länger ein Sparplan auf einen Aktienfonds allerdings läuft, desto besser sind meine Chancen, am Ende mit einer guten Rendite abzuschneiden. Investiere ich also grosse Beträge auf einmal, laufe ich Gefahr, einen falschen Moment ausgewählt zu haben. Deshalb: der sogenannte Durchschnittskosteneffekt beim Sparplan hilft mir: ich kaufe Fondsanteile jeden Monat regelmässig und kaufe diese damit „zum Durchschnitt“, mal teurer und mal billiger ein. So profitiert man besonders, wenn sich die Börsenkurse langfristig steigend entwickeln. Ja ich kann sogar Gewinne machen, wenn sich der Kurs bei Auszahlung überhaupt nicht besser stellt als zu dem Zeitpunkt, als ich meinen Sparplan begonnen habe. Das passiert wenn die Kurse in Form eines V verlaufen sind – wie dies immer wieder der Fall ist.
Weiss ich aber schon konkret, wann ich eine grössere Investition tätigen will, empfiehlt es sich, bereits viele Monate vorher sukzessive in defensive Investments wie Renten- oder Geldmarktfonds umzuschichten und Kursschwankungen zu vermeiden. Damit verliert ein eventueller Börseneinbruch kurz vor meiner gewünschten Auszahlung seine Wirkung und ich kann i.d.R. eine positive Rendite einstreichen.
Diese zeitliche Abstimmung und die Auswahl der Fonds ist nicht ganz leicht – es bietet sich an, einen von Banken unabhängigen Berater zu involvieren.
